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Der Sinn von Sein. Martin Heidegger und das ontologische Bedürfnis | Ein Vortrag von Markus Markmeyer

21. September , 19:00 21:00

Im Denken Martin Heideggers manifestiert sich ein Wunsch: dass sich das Dasein, der Mensch, als etwas denken ließe, dem sich der Sinn von Sein selbst zeige. Im Leben des Einzelnen taucht dieser Wunsch vereinfacht in der Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz wieder auf. Hat mein Leben einen Sinn, d.h. kann ich auf ein einheitliches Ziel hin existieren? Irre ich ziellos unter unzähligen ziellosen Seienden umher oder kann sich mir der Sinn meines Seins selbst offenbaren?

Ich möchte fragen, woher dieser Wunsch im eigenen Leben kommt. Warum braucht das Ich einen Sinn für sich, welche Schwäche, welche Hoffnung auf Halt, welches Bedürfnis manifestiert sich in der Frage nach dem Sinn des eigenen Seins? Adorno nennt diese Suche nach einem festen Sinn des Lebens das „ontologische Bedürfnis“. Im Vortrag möchte ich diesem Bedürfnis auf die Schliche kommen: Gab es das immer schon? Wenn das Bedürfnis nach Essen aus dem Mangel des Hungers entspringt, aus welchem Mangel entspringt dann das ontologische Bedürfnis? Und – vielleicht am wichtigsten – kann dieses Bedürfnis je eine Befriedigung finden? Kann ich mich am Sinn des Seins sättigen?

Der Vortrag findet statt im Rahmen des philosophischen Kolloquiums »Alle Tage«, welches sich dem Verhältnis von Ontologie und Dialektik widmet und vom 20. bis 25. September 2026 in Dresden stattfindet. Weitere Informationen sind der Webseite des Kolloquiums zu entnehmen: http://alletage.de/

disputhek

Leipziger Str. 84
Dresden, 01127
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