Alexander Kluge – Ein Abend zu Theorie, Film und Literatur
3. Juni , 19:00 – 21:00
Ob in Kurzgeschichten, theoretischen Arbeiten, Filmen und Installationen – das kritische Denken des kürzlich verstorbenen Alexander Kluge äußerte sich in ganz verschiedenen Ausdrucksformen. An diesem Abend wollen wir uns einigen davon nähern und so einen Einblick in sein Werk vermitteln.
Kluge selbst betonte, sein Hauptwerk liege in seinen Büchern. Den theoretischen Schwerpunkt bilden dabei seine gemeinsamen Arbeiten mit dem Sozialphilosophen Oskar Negt, die wir auszugsweise näher vorstellen möchten. Sie kreisen um die Idee einer emanzipatorischen Gegenöffentlichkeit und unternehmen es, »die analytischen Begriffe der politischen Ökonomie nach unten, zu den wirklichen Erfahrungen der Menschen hin« zu öffnen. Anhand von Kluges mehrmals neu arrangierten Buch »Schlachtbeschreibung«, das sich der Schlacht von Stalingrad 1942/43 widmet, wird zudem ein Einblick in seine Geschichtskonzeption durch Text-Montage gegeben.
Hinsichtlich seines filmischen Schaffens widmen wir uns ausgewählten Kurzfilmen aus seinem Projekt »Nachrichten aus der ideologischen Antike« (2008) zu Karl Marx und Sergej Eisenstein – auch bekannt als Versuch, das Kapital zu verfilmen.
