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Lesekreis: Die Fesseln der Liebe (Jessica Benjamin)
8. Mai , 17:00 – 19:00
Die Fesseln der Liebe (orig.: The Bonds of Love) von Jessica Benjamin wurde erstmals im Jahr 1988 veröffentlicht. Allerdings wirkt das Werk auf viele Rezipient:innen noch heute, fast 40 Jahre später, äußerst aktuell. Denn die Autorin gibt darin eine Erklärung für das vergeschlechtlichte Zusammenspiel von Begehren und Patriarchat. Sie analysiert, wie dieses im Denken und Handeln intersubjektiv reproduziert wird und zeigt so, dass patriarchale Herrschaft nicht unabhängig von der psychischen Disposition der Subjekte gedacht werden kann. Wir alle sind demnach durch die Art und Weise, wie wir uns aufeinander beziehen, von Kindheit an in den Herrschaftszusammenhang verstrickt. Damit nimmt sich Benjamin nicht weniger vor, als die Psychoanalyse nach Freud einer grundlegenden Revision und feministischen Kritik zu unterziehen, um das Patriarchat und mit ihm das vergeschlechtlichte Subjekt neu zu denken.
Im Lesekreis wollen wir uns ihr Werk gemeinsam erschließen und diskutieren. Eingeladen sind alle, die Interesse an einer derartigen Auseinandersetzung haben – unabhängig vom Kenntnisstand in feministischer und psychoanalytischer Theorie. Bei der ersten Sitzung am 8. Mai werden wir uns ein gemeinsames Konzept für den Lesekreis überlegen. Das heißt, dass es keine Exper:innen gibt, welche durch den Text leiten. Dafür haben alle die Möglichkeit, den Modus mitzubestimmen und sind eingeladen durch Diskussionsbeiträge, Moderation und Protokollführung zu unterstützen. Der Lesekreis wird ab dem 08.05.2026 immer zweiwöchig freitags von 17:00 bis 19:00 in der disputhek stattfinden.
Wenn ihr darauf Lust habt, meldet euch gern an unter: disput[at]disputhek.de
