• Categories as Social Practice and the Value-Form of Experience | Ein Seminar von Franz Heilgendorff

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    Für Kant ist das transzendentale Subjekt die formale Bedingung der Einheit der Erfahrung. Gesellschaftlich entspricht es der Wertform, die uns zwingt, die Welt in identifizierender und abstrahierender Weise zu synthetisieren. In der Kritischen Theorie wurden die Kategorien der Logik und Metaphysik daher als verdinglichte soziale Beziehungen kritisiert: Die dem erkennenden Subjekt zugeschriebene Abstraktion sei bereits […]

  • Buchenwald im Kreuzfeuer. Über die Entwicklungen in deutschen Gedenkstätten​​​ | Ein Vortrag von Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld

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    Am Wochenende 11./12. April wollen zum 81. Jahrestag der Befreiung des damaligen Konzentrationslagers Buchenwald in Weimar linke Antisemiten unter dem Kampagnenmotto „Kufiyas in Buchenwald“ ein Gedenkwochenende veranstalten und am Sonntag demonstrieren. Dies reiht sich in eine vermehrte Anzahl von Angriffen auf das Gedenken sowie Gedenkstätten ein, wie die jüngste Handreichung der RIAS unterstreicht. Dass die […]

  • Lesekreis Dialektik der Aufklärung

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    Jürgen Habermas hat die 1944 erschienene Dialektik der Aufklärung als das schwärzeste Buch (Habermas 1988: 130) der Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer bezeichnet. Die Dialektik der Aufklärung scheint seither nicht nur für Habermas ein durchaus pessimistisches Buch zu sein: die darin vertretene Zeitdiagnose behaupte ja die Verschlingung von Mythos und Ratio, die einseitig […]

  • Postmodern links – Ein Appell an Systematik und Selbstreflexion | Ein Vortrag von Ilse Bindseil

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    Dass links wie alle anderen gesellschaftlichen Erscheinungen dem Zeitgeist unterworfen ist, wird in einer Art Retrospektive, auch einer persönlichen Aufarbeitung gezeigt, dass links sich an einem Gesamtbegriff von Gesellschaft bewähren muss, in einer abstrakten Überlegung verdeutlicht. Ergänzung: Zur Frage, wie es heute mit „links“ steht, könnten sich andere und ungleich kompetenter äußern. Ich verstehe die […]

  • Zwischen der Anderen und Selbsterhaltung | Ein Vortrag von Gwendal Lamay

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    „Wieso hätte unsere leidenschaftliche Identifizierung mit dem Anderen (autrui) nicht als Bedingung der Möglichkeit eine fast unbewusste intellektuelle Zusammenkunft (communion) der unendlichen Teile unserer Geister?“ (Alexandre Matheron) Nichts kann unterschiedlicher sein, als ein Reden über andere und das wirkliche Reden mit meinem Gegenüber. Im Schreiben über sie kann ich ihr nie treu sein, verrate sie […]

  • Lesekreis: Die Pariser Manuskripte

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    »Wenn der wirkliche, leibliche, auf der festen wohlgerundeten Erde stehende, alle Naturkräfte aus- und einatmende Mensch seine wirklichen, gegenständlichen Wesenskräfte durch seine Entäußerung als fremde Gegenstände setzt, so ist nicht das Setzen Subjekt; es ist die Subjektivität gegenständlicher Wesenskräfte, deren Aktion daher auch eine gegenständliche sein muß. Das gegenständliche Wesen wirkt gegenständlich, und es würde […]

  • Lesekreis: Die Fesseln der Liebe (Jessica Benjamin)

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    Die Fesseln der Liebe (orig.: The Bonds of Love) von Jessica Benjamin wurde erstmals im Jahr 1988 veröffentlicht. Allerdings wirkt das Werk auf viele Rezipient:innen noch heute, fast 40 Jahre später, äußerst aktuell. Denn die Autorin gibt darin eine Erklärung für das vergeschlechtlichte Zusammenspiel von Begehren und Patriarchat. Sie analysiert, wie dieses im Denken und […]

  • Adorno und der Wert – ein erkenntnistheoretisches Problem? | Ein Vortrag von David Schutzbach

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    „Der Philosoph, das zusehende Bewusstsein, das den Begriff entfaltet, ist die Kritische Theorie; aber wer spielt die Rolle des erscheinenden Wissens? Wer macht die Erfahrung der gesellschaftlichen Objektivität und vor allem, wie macht er sie?“ (Helmut Reichelt) Erscheint dem Philosophen – den Reichelt hier die Kritische Theorie nennt – die Gesellschaft so, wie sie ist? […]

  • Alexander Kluge – Ein Abend zu Theorie, Film und Literatur

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    Ob in Kurzgeschichten, theoretischen Arbeiten, Filmen und Installationen – das kritische Denken des kürzlich verstorbenen Alexander Kluge äußerte sich in ganz verschiedenen Ausdrucksformen. An diesem Abend wollen wir uns einigen davon nähern und so einen Einblick in sein Werk vermitteln.  Kluge selbst betonte, sein Hauptwerk liege in seinen Büchern. Den theoretischen Schwerpunkt bilden dabei seine […]

  • Aktivismus im Kapitalismus – Persönliche Konflikte als Kristallisation gesellschaftlicher Widersprüche!? | Ein Vortrag von Minze Maraffa

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    Nach vielen Jahren Erfahrung in aktivistischer Selbstorganisation in unterschiedlichsten Gruppen konnte ich lernen, dass sich manche Konflikte in dieser Praxis nicht mehr wegdenken lassen, da sie zwanghaft in allen Kontexten auftauchen. Um einige zu nennen: Wer macht wann welche Arbeiten und bekommt dafür welche Anerkennung? Wie gehen wir damit um, wenn Menschen auf sich selbst […]

  • Entfremdung als Objektivität: Eine gesellschaftskritische Analyse des positivistischen Wissenschaftsideals | Ein Vortrag von Christine Zunke

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    Bei dem Begriff Entfremdung denken klassisch geschulte Marxist:innen an proletarische Lohnarbeiter:innen, die im vom Fließband vorgegebenen Takt als Teil einer Produktionsstraße Verrichtungen ausführen, deren Sinn im Gesamtprozess ihnen herzlich egal sein kann, solange sie vom Gehalt am Monatsende ihre Reproduktionskosten bestreiten können. Doch auch in der Wissenschaft hielt mit Beginn der Industrialisierung die Entfremdung Einzug, […]

  • Auf dem Weg durch die Eiswüste – Die Rolle der Abstraktion für kritische Bildung | Ein Vortrag von Simon Helling

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    In der Abstraktion scheint alles Übel zu liegen: Sie verhält sich negativ zur Sinnlichkeit, steht im Ruf, sie ausmerzen oder beherrschen zu wollen und als abstrakte Arbeit liegt in ihr der Keim der schlechten kapitalistischen Wirklichkeit. Doch in der Tat liegt das Problem der Abstraktion nicht ausschließlich in ihr selbst, sondern vielmehr darin, was ihr […]