• Adorno und der Wert – ein erkenntnistheoretisches Problem? | Ein Vortrag von David Schutzbach

    disputhek Leipziger Str. 84, Dresden

    „Der Philosoph, das zusehende Bewusstsein, das den Begriff entfaltet, ist die Kritische Theorie; aber wer spielt die Rolle des erscheinenden Wissens? Wer macht die Erfahrung der gesellschaftlichen Objektivität und vor allem, wie macht er sie?“ (Helmut Reichelt) Erscheint dem Philosophen – den Reichelt hier die Kritische Theorie nennt – die Gesellschaft so, wie sie ist? […]

  • Alexander Kluge – Ein Abend zu Theorie, Film und Literatur

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    Ob in Kurzgeschichten, theoretischen Arbeiten, Filmen und Installationen – das kritische Denken des kürzlich verstorbenen Alexander Kluge äußerte sich in ganz verschiedenen Ausdrucksformen. An diesem Abend wollen wir uns einigen davon nähern und so einen Einblick in sein Werk vermitteln.  Kluge selbst betonte, sein Hauptwerk liege in seinen Büchern. Den theoretischen Schwerpunkt bilden dabei seine […]

  • Aktivismus im Kapitalismus – Persönliche Konflikte als Kristallisation gesellschaftlicher Widersprüche!? | Ein Vortrag von Minze Maraffa

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    Nach vielen Jahren Erfahrung in aktivistischer Selbstorganisation in unterschiedlichsten Gruppen konnte ich lernen, dass sich manche Konflikte in dieser Praxis nicht mehr wegdenken lassen, da sie zwanghaft in allen Kontexten auftauchen. Um einige zu nennen: Wer macht wann welche Arbeiten und bekommt dafür welche Anerkennung? Wie gehen wir damit um, wenn Menschen auf sich selbst […]

  • Entfremdung als Objektivität: Eine gesellschaftskritische Analyse des positivistischen Wissenschaftsideals | Ein Vortrag von Christine Zunke

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    Bei dem Begriff Entfremdung denken klassisch geschulte Marxist:innen an proletarische Lohnarbeiter:innen, die im vom Fließband vorgegebenen Takt als Teil einer Produktionsstraße Verrichtungen ausführen, deren Sinn im Gesamtprozess ihnen herzlich egal sein kann, solange sie vom Gehalt am Monatsende ihre Reproduktionskosten bestreiten können. Doch auch in der Wissenschaft hielt mit Beginn der Industrialisierung die Entfremdung Einzug, […]

  • Auf dem Weg durch die Eiswüste – Die Rolle der Abstraktion für kritische Bildung | Ein Vortrag von Simon Helling

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    In der Abstraktion scheint alles Übel zu liegen: Sie verhält sich negativ zur Sinnlichkeit, steht im Ruf, sie ausmerzen oder beherrschen zu wollen und als abstrakte Arbeit liegt in ihr der Keim der schlechten kapitalistischen Wirklichkeit. Doch in der Tat liegt das Problem der Abstraktion nicht ausschließlich in ihr selbst, sondern vielmehr darin, was ihr […]

  • Über den Freiburger Materialismus | Ein Vortrag von Jörg Finkenberger

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    Von Joachim Bruhn stammt die Bemerkung, Guy Debord habe letztlich nur einen zitierfähigen Satz hinterlassen: „Die Wahrheit dieser Gesellschaft ist die Negation dieser Gesellschaft.“ Nach längeren Vorhaltungen ließ er gelegentlich noch einen zweiten gelten: „In der wirklich verkehrten Gesellschaft ist das Wahre nur ein Moment des Falschen.“ Beides sind schöne Sätze, vor welchen der Marxist […]

  • Oh, ihr Menschenbrüder (Albert Cohen) | Lesung mit Renate Obermaier und Heinzl Spagl

    AZ Conni Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden, Germany

    Während Albert Cohen in Frankreich als Schriftsteller ersten Ranges gilt, ist er hierzulande beinahe unbekannt. Oh, ihr Menschenbrüder (fr. Ô vous, frères humains) begriff er als sein Testament. In dem Alterswerk wendet sich Cohen, der sich dem Tode nahe sieht, seinem sehr viel jüngeren Ich zu und teilt darin seine Erfahrung mit, die ihn zeitlebens […]

  • Die Deutschen und das Brot – Überlegungen zum Sozialdarwinismus | Ein Vortrag von Simeon Winter

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    Wer kennt es nicht, die wehmütigen Klagen im Urlaub, wenn es mal wieder nur labberiges Weißbrot gibt und kein reichhaltiges Vollkornbrot. Der deutsche Kulturmensch weiß, was gut ist, und das hat ihm die UNESCO auch noch mit dem Weltkulturerbe beglaubigt. Das deutsche Brot ist das Beste, das ist doch klar. Deshalb gilt: Wer „deutsch“ sagt, […]

  • Feminismus der dummen Kerls* – Transfeindlichkeit und die Verteidigung der „Natürlichen Ordnung“ | Ein Vortrag von Lara Wenzel

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    Nationalistische Bewegungen gehen in den letzten Jahren gezielt gegen die Errungenschaften feministischer und queerer Kämpfe vor. Im Namen einer ‚Natürlichen Ordnung‘ greifen sie das Recht auf körperliche Selbstbestimmung an, um eine binäre Geschlechterhierarchie durchzusetzen. Die reaktionäre Bewegung hat einen überraschenden Partner: Gender Critical Feministinnen setzen sich unter dem Deckmantel der Stärkung von Mädchen- und Frauenrechten […]

  • Aufhören! (Kein) Kongress

    objekt klein a Meschwitzstraße 9, Dresden, Germany

    Einspruch gegen die Katastrophe, die sich Leben nennt „Im Verhältnis des Einzelnen zum Körper, seinem eigenen wie dem fremden, kehrt die Irrationalität und Ungerechtigkeit der Herrschaft als Grausamkeit wieder, die vom einsichtigen Verhältnis, von glücklicher Reflexion so weit entfernt ist, wie jene von der Freiheit.“ (Dialektik der Aufklärung, S. 247) „In der Selbsterniedrigung des Menschen […]

  • Der Sinn von Sein. Martin Heidegger und das ontologische Bedürfnis | Ein Vortrag von Markus Markmeyer

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    Im Denken Martin Heideggers manifestiert sich ein Wunsch: dass sich das Dasein, der Mensch, als etwas denken ließe, dem sich der Sinn von Sein selbst zeige. Im Leben des Einzelnen taucht dieser Wunsch vereinfacht in der Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz wieder auf. Hat mein Leben einen Sinn, d.h. kann ich auf ein […]

  • Vom »Ist« zum falschen Zustand | Ein Vortrag von Franz Heilgendorff

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    Heidegger sagt: „Der Begriff des Seins ist ganz und gar nicht einfach und ebensowenig selbstverständlich. Der Sinn von Sein ist der verwickeltste, und der Grund des Seins ist dunkel. Es bedarf der Entwirrung der Verwirrungen und der Aufklärung des Dunkels.“ (Werke, 24, S. 318) Der arme Heidegger. Überlassen wir ihn sich selbst in seiner Dunkelheit […]