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SUMMARY:Adorno und der Wert – ein erkenntnistheoretisches Problem? | Ein Vortrag von David Schutzbach
DESCRIPTION:„Der Philosoph\, das zusehende Bewusstsein\, das den Begriff entfaltet\, ist die Kritische Theorie; aber wer spielt die Rolle des erscheinenden Wissens? Wer macht die Erfahrung der gesellschaftlichen Objektivität und vor allem\, wie macht er sie?“ (Helmut Reichelt) \n\n\n\nErscheint dem Philosophen – den Reichelt hier die Kritische Theorie nennt – die Gesellschaft so\, wie sie ist? Ist das erscheinende Wissen gleichzeitig die Art und Weise\, nach der Gesellschaft verstanden\, oder eben gewusst werden kann? Wozu muss dann erst ein Begriff der Gesellschaft entfaltet werden\, wenn sie ‚wie von selbst‘ erscheint? Reichelt hat diese Fragen selbst auf Adornos Marx-Lektüre bezogen; einen Schritt\, den ich in diesem Vortrag (ganz ohne Reichelt) nachvollziehe\, nämlich\, dass dieser Begriff von Gesellschaft nur im Anschluss an die Kritik der politischen Ökonomie möglich ist. Ich werde aber andere\, nicht-philosophische Fragen aufwerfen: bedarf es einer Erkenntnistheorie der Gesellschaft? Ist die Gesellschaft\, die uns jeden Tag umgibt – umgibt sie uns\, oder sind wir sie? – nicht selbstverständlich\, einfach da\, als die\, die sie ist? \n\n\n\nIn diesem Vortrag wird die Rolle der Erkenntnis der Gesellschaft entlang des Werks von Adorno entfaltet und über den Weg beantwortet\, den die Erkenntnis historisch selbst in Form von (philosophischem) Wissen ging: Über die Anfänge der Philosophie in Griechenland\, wo zuerst das Problem der Abstraktion entdeckt und sogleich verdeckt wurde; über die neuzeitliche Revolution der Wissenschaften\, die auch die Philosophie für alle Zeiten versehrte; bis hin zu Adornos Gegenwart und den Philosophien\, die in dieser wirken\, und uns auch heute noch heimsuchen: Positivismus und Ontologie\, oder: Tatsachenklauberei und Volksphilosophie. \n\n\n\nDass hier (vorerst) nicht explizit Marx oder der Marxismus vorkommen\, hat bei Adorno Gründe\, die ich im Laufe des Vortrags zuspitzen will: Marx steckt in Adornos Methode\, der Dialektik. Über den historischen Nachvollzug der Philosophie hinweg will ich Adornos Zeitdiagnose erklären\, die nach Auschwitz und im Spätkapitalismus vor dem Problem steht\, Philosophie überhaupt zu rechtfertigen. Dabei stellen beide – die große Katastrophe und die Gesellschaft\, die sie hat vorbereiten helfen\, und heute kräftig weiterhilft – ein philosophisches Problem dar\, das weit über einen äußeren Einfluss auf die Philosophie hinausgeht\, und vielmehr das Denken\, oder wie gedacht wird\, betrifft; das antike Problem der Abstraktion ist auch ein heutiges\, das reale\, oder objektive Gründe hat. Eine sich real vollziehende Abstraktion ist das Problem\, das Adorno versucht\, anzugehen: den Wert als Konstitutionsbedingung der Gesellschaft wie des Denkens. Eine Erkenntnis- als Gesellschaftstheorie ist zugleich Anlass wie Ziel des Vortrags und gibt Einblick in die Methode Adornos\, die immer noch nicht ganz aufgedeckt ist\, lässt sich ihr doch nicht viel darüber entlocken\, wie Philosophie\, Soziologie\, Kulturkritik und viele weitere Betätigungsfelder Adornos in einem engen inneren Zusammenhang stehen. Dieser Vortrag will diesem Zusammenhang nachgehen und begründen\, warum er besteht.
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SUMMARY:Alexander Kluge – Ein Abend zu Theorie\, Film und Literatur
DESCRIPTION:Ob in Kurzgeschichten\, theoretischen Arbeiten\, Filmen und Installationen – das kritische Denken des kürzlich verstorbenen Alexander Kluge äußerte sich in ganz verschiedenen Ausdrucksformen. An diesem Abend wollen wir uns einigen davon nähern und so einen Einblick in sein Werk vermitteln.  \n\n\n\nKluge selbst betonte\, sein Hauptwerk liege in seinen Büchern. Den theoretischen Schwerpunkt bilden dabei seine gemeinsamen Arbeiten mit dem Sozialphilosophen Oskar Negt\, die wir auszugsweise näher vorstellen möchten. Sie kreisen um die Idee einer emanzipatorischen Gegenöffentlichkeit und unternehmen es\, »die analytischen Begriffe der politischen Ökonomie nach unten\, zu den wirklichen Erfahrungen der Menschen hin« zu öffnen. Anhand von Kluges mehrmals neu arrangierten Buch »Schlachtbeschreibung«\, das sich der Schlacht von Stalingrad 1942/43 widmet\, wird zudem ein Einblick in seine Geschichtskonzeption durch Text-Montage gegeben.  \n\n\n\nHinsichtlich seines filmischen Schaffens widmen wir uns ausgewählten Kurzfilmen aus seinem Projekt »Nachrichten aus der ideologischen Antike« (2008) zu Karl Marx und Sergej Eisenstein – auch bekannt als Versuch\, das Kapital zu verfilmen.
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SUMMARY:Aktivismus im Kapitalismus – Persönliche Konflikte als Kristallisation gesellschaftlicher Widersprüche!? | Ein Vortrag von Minze Maraffa
DESCRIPTION:Nach vielen Jahren Erfahrung in aktivistischer Selbstorganisation in unterschiedlichsten Gruppen konnte ich lernen\, dass sich manche Konflikte in dieser Praxis nicht mehr wegdenken lassen\, da sie zwanghaft in allen Kontexten auftauchen. Um einige zu nennen: Wer macht wann welche Arbeiten und bekommt dafür welche Anerkennung? Wie gehen wir damit um\, wenn Menschen auf sich selbst und ihre »Kappas« achten und deshalb andere im Burn-Out landen\, um ein Projekt über Wasser zu halten? Und warum haben die meisten aktiven Menschen Gewissensbisse\, da sie tagtäglich abwägen müssen\, ob sie ihrer bürgerlichen Tätigkeit oder ihrer aktivistischen Praxis die begrenzte Zeit\, die sie haben\, zur Verfügung stellen möchten? \n\n\n\nDas Ziel dieses Vortrages ist es\, die Widersprüche aktivistischer Praxis als bestimmte Ausdrucksformen der kapitalistischen Gesellschaft zu verstehen. Denn Aktivismus steht unserer Gesellschaft nicht als eigenes Gegenüber\, sondern ist fester Bestandteil von ihr. Indem die aktivistischen Widersprüche als Kristallisationen gesellschaftlicher Widersprüche dargestellt werden können\, erweisen sich die immer wiederkehrenden Konflikte in selbstorganisierten und aktivistischen Räumen nicht mehr als individuelle Probleme\, sondern als Probleme der Individuation. Denn ein Kernanliegen des Aktivismus in unserer Gesellschaft besteht darin\, ein Selbst und eine Individualität\, die vom Kapitalismus tagtäglich erwartet wird und durch die Struktur der Arbeit immer prekär ist\, zu pflegen und (manchmal auch) zu inszenieren. Erscheinen die Widersprüche aktivistischer Praxis als persönliche Probleme – oder wird sogar versucht\, diese durch ›Disziplinierung‹ zu bearbeiten – dann tritt eine Verkehrung auf\, in der gesellschaftliche Widersprüche als individuelle Probleme erscheinen. Aktivismus\, der das Leiden an dieser Gesellschaft beenden will\, sollte sich dieser Struktur bewusst werden. Die Relevanz der hier vollzogenen Reflexionen liegt deshalb darin\, dass sich die aktivistische Praxis ihrer eigenen gesellschaftlichen Funktion bewusster wird. Dadurch\, so die Hoffnung dieses Vortrages\, wird eine Klarheit über Rolle\, Motivation und Möglichkeitsräume aktivistischer Praxis größer. \n\n\n\nDer Vortrag richtet sich an ein Publikum\, das an Reflexion interessiert ist und gegebenenfalls aus der aktivistischen Praxis kommt. Dem Anspruch nach wird kein fundiertes theoretisches Vorwissen benötigt. Hoffentlich wird der Vortrag dem Anspruch gerecht.
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